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Auch mal quer denken

Das Gehirn ist ein Mustererkennungssystem, das es uns ermöglicht, Objekte und Situationen sehr schnell zu erkennen. Die Mustererkennung kann jedoch auch gegen uns arbeiten und uns in unserem Denken fixieren. Auf diese Weise wird es schwierig, kreativ zu sein. Die gute Nachricht ist, dass man laterale Denktechniken anwenden kann, um alte Denkweisen aufzubrechen und die Kreativität zu fördern.

Wie man ein Brainstorming durchführt

  • Brainstorming wird zur Entwicklung kreativer Problemlösungen angewendet. Konzentrieren Sie sich auf das Problem und denken Sie sich in möglichst kurzer Zeit möglichst viele radikale Lösungen aus.
  • Probieren Sie kreatives Denken auch bei Ihrer täglichen Arbeit aus. Edward de Bono prägte den Begriff "Schöpferische Pause": eine kurze, aber gewohnheitsmäßige Unterbrechung, um andere kreative Optionen zu erwägen.
  • Betrachten Sie Probleme als Gelegenheiten zur Verbesserung.
  • Einem Einzelbrainstorming fehlt u.U. die Dynamik, die eine Gruppe erzeugen kann. Wenn Sie das Brainstorming in einer Gruppe durchführen, leiten Sie die Besprechungen straff, damit unkreative oder schüchterne Personen nicht "blockieren". Wählen Sie Teilnehmer aus möglichst verschiedenen Disziplinen und mit möglichst unterschiedlichen Erfahrungen aus. Oft besteht der einzige Unterschied zwischen kreativen und unkreativen Menschen in der Selbstwahrnehmung. Fordern Sie ihre Wahrnehmung heraus.
  • Definieren Sie das Problem und alle zu erfüllenden Kriterien klar. Bleiben Sie konzentriert.
  • Kein Kritisieren, Analysieren oder Bewerten von Ideen während der Besprechung. Bringen Sie den kreativen Prozess nicht durch Analysieren zum Stocken.
  • Fördern Sie eine angeregte, unkritische Haltung. Bringen Sie jeden Teilnehmer dazu, Ideen beizutragen und zu entwickeln.
  • Achten Sie darauf, dass kein Gedankengang zu lang verfolgt wird.
  • Unterstützen Sie die Entwicklung der Ideen anderer Personen oder nutzen Sie Ideen, um daraus neue zu generieren.
  • Benennen Sie eine Person, die sämtliche Ideen für später notiert.

Beispiele für Brainstorming-Techniken

  • Die Umkehrmethode ist ein großartiges Instrument zur Verbesserung eines Produktes oder einer Dienstleistung. Kehren Sie einfach die Frage, die Sie stellen möchten, um und übernehmen Sie die Ergebnisse; z.B. "Wie können wir die Kundenzufriedenheit verringern?" Die Antworten veranschaulichen möglicherweise den Schlüssel zu diesem Problem in umgekehrter Form.
  • Bei der Eingabe nach dem Zufallsprinzip wählen Sie ein zufälliges Substantiv aus einem Wörterbuch aus und verwenden dieses als Ausgangspunkt für das Brainstorming oder den Neubeginn einer Besprechung. Oder versuchen Sie, sich Ideen, die mit "n" beginnen, einfallen zu lassen.
  • Mit provokativen Einwänden lassen sich Verknüpfungen zwischen verschiedenen Mustern herstellen. Machen Sie absichtlich eine dumme Bemerkung, an der etwas, das normalerweise in Bezug auf die Situation als selbstverständlich erachtet wird, nicht stimmt. Enthalten Sie sich dann des Urteils und benutzen Sie die Äußerung, um Ideen hervorzubringen. Untersuchen Sie die Folgen der Äußerung, was die Vorteile wären und was sie in eine vernünftige Lösung verwandeln würde.
  • Die Auflistung von Merkmalen lenkt den Blick auf die Schlüsselmerkmale des zu untersuchenden Sachverhalts (Produkt, Dienstleistung oder Strategie). Verwenden Sie jedes Merkmal als Überschrift für eine Spalte. Listen Sie nun möglichst viele Variationen jedes Merkmals auf. Wählen Sie per Zufallsprinzip ein Element aus jeder Spalte oder wählen Sie interessante Kombinationen der Elemente, um neue Ansätze für Merkmale wie Marktsektoren, Kundenbedürfnisse, Produkte und Marketing zu finden.